Bild: Laternenstellbock ist aufgelötet auf Schwelleneisen; geteilter Zungenstelldraht ist verlötet mit innerem Messingröhrchen

Weichen- und Laternenantrieb

eins

Bei der hier gezeigten Laternensteuerung wird die Laternenachse über eine Rutschkupplung gehalten und mitgeführt. Jederzeit ist die Laterne von oben her in den Endpositionen justierbar, ohne eine Klebe- oder Lötverbindung zu lösen. Durch Einsetzen der Laternenachse in die Mitnehmerführung wird die Laterne mit Strom versorgt und das eingesetzte Lämpchen zum Leuchten gebracht. Als Rutschkupplung verwende ich die Kunststoffisolierung von einem 1,5 mm Kupferkabel. Die vom Kupferkabel abgezogene Isolierung wird in ein Messingröhrchen/ Röhrchenset 1f mit Sekundenkleber eingeklebt.
Bild links: Laterne mit Laternenachse ist in die Antriebsmechanik eingesetzt

Jeder Detailplan: 6,00 € + (Verpackung 2,50 € + Paketporto "Hermes" 4,30 €)

Plan-Nr. Zeichnungsinhalt Ausgabedatum Preis:
Quelle: Deutsche Reichsbahn Gesellschaft/ Deutsche Reichsbahn/ Deutsche Bundesbahn
004.02.1 Unterird. Leitungsführung/ Ablenkungen Berlin, Okt. 1943 6,00 €
004.03.1 Unterird. Leitungsführung/ Riegel und Antriebe Berlin, 28.10.1943 6,00 €
004.04.1 Versteifte Kanäle für unterirdische Leitungen Berlin, 28.04.1944 6,00 €
559.02.1 Bock für orts- und ferngestellte Weichen und Gleissperren (Einzelteile) München, April 1949 6,00 €
559.02.2 Bock für orts- und ferngestellte Weichen und Gleissperren (Einzelteile) München, April 1949 6,00 €
559.1.1 Bock für orts- und ferngestellte Weichen München, April 1949 6,00 €
559.1.2 Bock für orts- und ferngestellte Weichen München, April 1949 6,00 €
607-3 Kastenlaterne zum Weichensignal Berlin, 22.04.1930 6,00 €



Bemerkungen

Viele Modelleisenbahner benutzen Stellmotore als Antrieb für die Weichen. Diese werden direkt unter den Weichenzungen plaziert. Mit Absicht habe ich diese weitverbreitete Bauform verlassen und der rein mechanischen den Vorzug gegeben.

Über einen Bowdenzug (Kunststoffrohr mit 0,8 mm Federstahldraht), welcher mit einem Gabelkopf (aus dem Funktionsmodellbau) verlötet ist, wird ein Winkelhebel angelenkt. Der kürzere Winkelarm ist mit einem Messingröhrchen versehen, in welchem ein weiteres Messingröhrchen den Zungenstelldraht bewegt.
Biegekräfte, ausgelöst durch den Kreisbogenlauf des Anlenkhebels um einen Drehpunkt und die gewünschte "vor und zurück" Bewegung des Zungenstelldrahtes werden somit vollkommen ausgeschlossen.
Der Winkelhebel bietet zusätzlich die Möglichkeit, mittels Stelldraht, der durch Madenschraube justiert werden kann, die Weichenlaterne in unterschiedlichen Positionen zum Antriebskasten durch den Zungenstellvorgang zu drehen: die Anschläge aus Messingblech sorgen für genaue Drehung um 90 Grad.
Außerdem ist es über den Winkelhebel möglich, die Stellvorgänge verschiedener Weichen zu verbinden (Klammermittel- und spitzenverschluß).
Das innere Messingröhrchen wird an einem Ende mit einem 0.3 mm Loch versehen, in welchem der geteilte Zungenstelldraht aus Federstahl geschoben wird. Die Stellwege, welche notwendig sind, um die Weichenzungen zu bewegen, sind durch Justierung des Federdrahtes genau zu bestimmen. Das Loch im Messingröhrchen verhindert dabei, dass das frei bewegliche Röhrchen nach unten wegrutscht.